Foto: DiLenz
 

Zitat zur Zeit

Henry David Thoreau

Grafik: Schachtelwesen, Copyright Rita Frind

Bodo-Uhse-Bibliothek, Erich-Kurz-Str 9, 10319 Berlin

Stadtbibliotheken in Berlin: Freitag 21. November 2025
Wiederaufnahme am 27. Januar 2026, jeweils 9 Uhr und 10:30 Uhr

Wer kommt in mein Bett?
Geschichten vom Nein-Sagen

Selbstbestimmung, Abgrenzung, Ablösung sind die Schlagworte, wenn aus Kindern Jugendliche und schließlich Erwachsene werden.
Wer bestimmt über Deinen Körper? Schönheitsideale, wie von den Medien bis zur Unkenntlichkeit gefilterte Teenies? Die Eltern, die mit ihren Vorstellungen von Ernährung, Kleidung und dem/der passenden Freund:in oder gar Partner:in die gesetzten Grenzen überschreiten? Oder wir selbst?
Diesen Fragen widmen wir unser neues Programm: Wer kommt in mein Bett? Doch keine Angst – diese Frage muss von niemandem beantwortet werden. Vielmehr geht es darum: Nein zu sagen ist eine wichtige Fähigkeit – und unbedingt erlaubt!

Foto: Représentation du Hèviosso au Musée Honmè

Sonntag, 14. Dezember 2025
um 15 Uhr

Shango –
der Gott des Blitzes in der Yoruba-Tradition

Die Yoruba sagen, dass Shango, der Gott des Donners und der Blitze, mal ein Mensch war: der dritte König des Königreichs Oyo im heutigen Nigeria. Er war ein mächtiges und exzentrisches Wesen, das heute in Nigeria, Benin und Togo als Orixa/Orisha (Gottheit) der Gerechtigkeit, des Donners und des Blitzes verehrt wird. Er gehört zu den wichtigsten Gottheiten des Voodoo-Kults und wird auch in der Karibik und auf dem amerikanischen Kontinent im brasilianischen Candomblé oder in der kubanischen Santería gefeiert. Wer ist er und welche Bedeutung hat er in der Voodoo-Kultur und der nigerianischen, beninischen oder togolesischen Gesellschaft?
Im Anschluss Fragen des Publikums und Diskussion.

Hier geht’s zum gesamten Programm.

Foto: Kristin Krause

18. Dezember 2025, 9:30 und 11 Uhr

Eine Familie von riesigen Trollen kommt jedes Jahr an Weihnachten von den Bergen, plündert alle Vorräte einer norwegischen Familie und macht sich im ganzen Haus breit. Bisher ist die Familie immer rechtzeitig geflohen, aber in diesem Jahr muss etwas anderes geschehen!
Diese und weitere traditionelle Geschichten erzählen Naemi Schmidt-Lauber und Sven Tjaben frei, mit vollem Körpereinsatz und mit Musik. Sie singen und spielen winterliche Lieder, schlüpfen in die verschiedenen Figuren und lassen Bilder in den Köpfen der zuschauenden Kinder entstehen.  Für Schulklassen ab 6 Jahren und Familien.


Humboldt-Forum, im Schlüterhof, Saal 3, Schlossplatz, 10178 Berlin

Samstag 25. & Sonntag 26. April 2026
um 13, 14 und 15 Uhr

Die Welt der Sprachen: Wilhelm von Humboldt
Erzählt auf Italienisch und Deutsch
von Naemi Schmidt-Lauber und
Maria Carmela Marinelli

Der Spinnenmann Anansi will alles Wissen der Welt in einen Kürbis einfangen und für sich behalten: Kochrezepte, Bauanleitungen, Formeln, aber auch Vokabeln und Grammatikregeln. Auch Wilhelm von Humboldt wollte Vokabeln und Grammatikregeln sammeln. Aber er wollte sie mit möglichst vielen Menschen teilen. Ihn faszinierten die unterschiedlichen Sprachen, und er lernte mehr als 30 davon!
Naemi Schmidt-Lauber und Maria Carmela Marinelli entführen ihr Publikum in die Welt der Sprachen, experimentieren mit Lauten, Wortketten und Tiersprachen, erzählen von Wilhelm von Humboldt und laden dazu ein, die Sprache als wertvollen Schatz zu bewahren.

https://www.humboldtforum.org/de/programm/termin/schauspiel/die-welt-der-sprachen-2-36240/

Grafik: Schachtelwesen von Rita Frind

Galerie nyx, Philippistraße.7, 14059 Berlin

im April 2026

Die rote Laterne
oder: Der Drei-Tages-Gast

„Reine und unbedingte Gastfreundschaft […] ist von vornherein offen für wen auch immer, der weder erwartet noch eingeladen ist, für jeden, der als absolut fremder Besucher kommt.“ So erklärte es der französische Philosoph Jacques Derrida.
Aber wo sind die Grenzen dieses uralten Brauches? Darf ein Gast bleiben, solange er will? Oder nur für eine Nacht? Ist er 2 Tage willkommen und am dritten Tag gibt man ihm die Hacke in die Hand, um mitzuarbeiten, wie ein Swahili-Sprichwort nahelegt? Oder muss er erst nach 3 Tagen und 4 Stunden weiterziehen, wie bei den Beduinen?
Naemi Schmidt-Lauber und Sven Tjaben erzählen Geschichten aus Marokko und Griechenland und stellen noch einmal die Frage nach dem wahren Wesen dieser Tugend.
http://www.schaufenster.site

Das meinten meine Zuschauer:innen

Unterhaltsam und überraschend

Ein nachdenklich stimmender und zugleich unterhaltsamer Abend. Überraschend bei diesem Thema, Tod und Sterben! Um das wir uns doch gern herumdrücken. Naemi Schmidt-Lauber verbindet traditionelle Geschichten aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen mit persönlichen Erfahrungen und philosophischen Gedanken. Wahrhaftig, gruselig, humorvoll – und mitten ins Leben. Ich würde es gern noch einmal sehen!

Frauke J. aus Berlin

Sinnlich und mit großer Präsenz

Naemi Schmidt-Lauber erzählte spannend, abwechslungsreich und vor allem: sinnlich, mit großer Präsenz und viel Kontakt zum Publikum, das sich lachend beteiligte – mitsang, die Geräuschkulisse mimte und begeistert immer mehr hören wollte.

Claudia F., Dresden

Lebendigkeit und neue Perspektiven

Über menschliche Schwächen zu schmunzeln, hinter die äußeren Dinge zu schauen, über Gewohnheiten nachzudenken, andere Perspektiven einzunehmen und damit den Blick zu erweitern, all dies bewirkte Naemi mit ihren sehr lebendigen, berührenden, humorvollen Erzählungen, die noch lange nachwirken. Kein Wunder, dass sich im Anschluss eine intensive Diskussion über das Erzählen entspann und die Zuhörenden in regen Austausch traten. Und kein Wunder, dass uns die Geschichten und die Erkenntnisse weiter begleiten werden!

Katharina A. aus Kiel

Kinder lauschen gebannt

Wir kamen mit zwei sehr unruhigen Klassen in die Vorstellung – und staunten nicht schlecht, als die Kinder eine geschlagene Stunde gebannt zuhörten und mitfieberten mit den Held:innen aus Naemis Geschichten! Ach, das ist immer so schön, wenn die Kinder von ihr so in die Erzählung reingezogen werden, dass sie ganz vergessen, dass sie stören wollten!

Susanne K. aus Berlin

Schöne Stimme – wie im Traum

Naemi, du bist eine gute Erzählerin, und du hast eine so schöne Stimme!
Ich kann mir alles genau vorstellen, wenn du erzählst.
Das ist wie Träumen. Danke!

Sajeda, Berlin

Kultur- und Sprachverständnis für Kinder

Frau Schmidt-Lauber versteht es besonders mit den unterschiedlichen kulturellen und individuellen Bedürfnissen der Kinder umzugehen. Sie bringt unseren Kindern seit Jahren spannende Geschichten aus ihren Herkunftsländern mit und vermittelt so ganz nebenbei auch Sprachverständnis und eine große Motivation, selbst zu erzählen.

Beate F, stellvertretende Schulleiterin